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SevenVentures
Social Media
2018-01-09

6 Möglichkeiten, wie Marken ihre Facebook-Fans glücklich machen können

6 Möglichkeiten, wie Marken ihre Facebook-Fans glücklich machen können

Forscher der Universität Michigan konnten kürzlich mithilfe einer neuen Studie zeigen, dass diejenigen Facebook-Nutzer, die auf dem sozialen Netzwerk aktiv unterwegs sind – indem sie Kommentare abgeben, teilen und die Beiträge anderer liken – glücklicher sind, als diejenigen, die hier nur passiv Informationen konsumieren.

Für viele unter uns, für die Social Media aus unserem täglichen Leben mittlerweile kaum noch weg zu denken ist, stellt dieses Ergebnis keine große Überraschung dar: Denn sein wir doch mal ehrlich, schließlich ist das Vergleichen und Interagieren mit anderen ein ganz natürliches menschliches Bedürfnis. Und wer von uns fühlt sich nicht auch ein wenig niedergeschlagen, wenn er die neusten Beiträge von Freunden aus ihrem letzten exotischen Urlaub sieht?

Die Studienergebnisse zeigen dabei auch einige interessante Herausforderungen auf, die sich Unternehmen stellen, die ihre Marke über soziale Kanäle aufbauen und bewerben wollen. Wenn eine engagierte Community tatsächlich eine glücklichere Community bedeutet, stellt sich natürlich die Frage, wie Marken mehr Beteiligung ihrer Fans fördern können? Wir schauen uns diesbezüglich einige ausschlussreiche Beispiele an:

  • Seien Sie ansprechbar und menschlich – Ehrlich gesagt: Die meisten Menschen sind nicht auf Facebook, um sich hier Produktwerbung anzusehen. Facebook ist ein soziales Netzwerk, dessen Nutzer das Gefühl haben wollen, als würden sie direkt mit anderen Menschen sprechen und nicht mit einem Unternehmen. Es empfiehlt sich daher, beim regelmäßigen Beantworten der Kommentare und Fragen eine menschliche Tonalität anzuschlagen. Ein gutes Beispiel hierfür bietet Lieferando: Der Lieferdienst erhält zahlreiche Kommentare und Anfragen unter jedem seiner Posts, die allesamt beantwortet werden. Die Lieferando-Followerschaft auf Facebook weiß also, dass es hier jemanden gibt, von dem die Kommentare auch tatsächlich gelesen werden, von dem eine Reaktion darauf erfolgen wird und dass eben nicht nur Werbung für das eigene Produkt geposted wird. Selbst bei sarkastischen Kommentaren („Seit wann liefert Lieferando selber... und das noch in entsprechenden Tüten?“) scheut sich das Social-Media-Team nicht, in den Witz mit einzusteigen ("In einigen Städten haben wir eigene Auslieferungsfahrer ☺").
Lieferando.de

 

Eine kraftvolle und über die Zeit hinweg konsistente Tonalität ist eine der ansprechendsten Eigenschaften, die eine Marke in den sozialen Medien haben kann. Dafür hilft es, sein Publikum genau zu kennen und zu wissen, mit wem dieses denn am Liebsten interagieren möchte. Im Falle von Lieferando ist dies beispielsweise ein ungezwungener, hilfsbereiter Mitarbeiter.

  • Nutzen Sie Facebook Live SocialMediaToday schätzt, dass Menschen drei mal länger damit verbringen, Live-Videos auf Social Media anzusehen als final produzierte Videoinhalte zu konsumieren. Darüberhinaus priorisiert der Facebook-Algorithmus Live-Übertragungen und spielt den Nutzern direkte Benachrichtigungen über aktuell laufende Live-Videos aus. Mit Formaten wie einem Blick hinter die Kulissen, einer Live-Fragerunde oder dem Berichten über aktuelle Nachrichten generiert Facebook Live enormes Engagement unter den Nutzern.   Eines unserer Lieblingsbeispiele aus dem vergangenen Jahr kommt von dem Krypto-Währungs-Start-up TenX, das mit Facebook Live relevante Informationen für Investoren bereits vor dem ICO zur Verfügung stellte. Die Firmengründer traten jede Woche zur gleichen Zeit persönlich im Live-Chat auf und beendeten den Livestream erst, wenn auch wirklich alle Fragen beantwortet waren. Für sie war Facebook Live ein entscheidender Weg, mit dem sie ihr Zielpublikum direkt ansprechen konnten. Es gelang ihnen dadurch Vertrauen in sich, ihr Unternehmen und in eine Branche aufzubauen, die nach wie vor sehr neu und disruptiv ist. Und die Strategie ging auf: Ihr ICO machte 2017 Schlagzeilen, als sie in 10 Minuten 80 Millionen Dollar einsammeln konnten.

 

  • Nicht den Entertainment-Faktor vergessen – Niemand mag Posts, die offensichtlich einfach nur Produkte bewerben (und mit niemanden meinen wir auch Facebook, das diese Art von Postings aktiv runterrankt). Facebook hebt demgegenüber hingegen besonders authentische Beiträge im Ranking hervor, die informieren, unterhalten und somit laut Algorithmus von höherem Wert sind. Dabei ist zum Beispiel hinlänglich bekannt, dass Bilder im Social Media Marketing besonders gut funktionieren: Posts mit Bildern, Memes oder GIFs haben eine über 40-mal höhere Chance, geteilt zu werden. Eine gute Mischung zwischen frech und fröhlich, geht dabei fast immer. Einer unserer Favoriten ist beispielsweise dieser Beitrag von Lieferando, der über 9.000 geliket wurde:#
  • Auch der Informationswert ist von Bedeutung –Facebook-Seiten von Unternehmen werden oft auch als Mini-Informationsportal angesehen. Es empfiehlt sich also, die eigene Seite auch als Informationsquelle für potentiell jeden, der in dem Industriezweig unterwegs ist, anzusehen. Auf der Facebook-Seite von babymarkt.de finden zum Beispiel regelmäßig Hebammen-„Sprechstunden“ statt, bei denen (werdende) Eltern ihre Fragen stellen können. Die hier gegebenen Informationen sind auch nach der Sprechstunde noch in den Kommentaren nachzulesen, sodass sie auch später von allen Interessierten gesehen werden können. Die Fragerunden auf babymarkt.de ziehen regelmäßig weit über 300 Fragen von Eltern an:

 

  • Veranstalten Sie einen Wettbewerb – Jeder mag es zu gewinnen! Daher empfiehlt es sich, hin und wieder einen Wettbewerb zu veranstalten, an dem die eigenen Facebook-Fans teilnehmen können. „Like einen Post und gewinne!“ oder „Kommentiere und gewinne!“ sind dabei gern genutzte und vor allem einfache Möglichkeiten, um Menschen dazu zu ermuntern, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu von der Plattform verbotenen Aufforderungen wie „Teile um zu gewinnen“ oder „Markiere einen Freund um zu gewinnen!“, sind sie den Facebook-Regeln entsprechend auch erlaubt. Hier sind einige großartige Beispiele von Lieferando (der Film für die besten Restaurants wurde über 31.000 mal angesehen):
  • Meinungen einholen – Menschen werden nur zu gern nach ihrer persönlichen Meinung befragt – das ist auch auf Facebook nicht anders. Wir empfehlen daher, von Zeit zu Zeit nach Meinungen, Anekdoten oder Tipps zu fragen, die die Community dann in den Kommentaren platzieren sollen. Ein weiteres gutes Mittel hier, ist die Durchführung von Umfragen, aus denen direkt auch noch Erkenntnisse über die eigene Zielgruppe gewonnen werden können. Mittlerweile lassen sich in diese Umfragen zum Beispiel auch GIFs einfügen, sodass sie jetzt noch attraktiver für die User sind. Im unten stehenden Beispiel forderte Zalando seine Anhänger in der Weihnachtszeit dazu auf, einen Bademantel mit „hot or not“ zu bewerten. Das Ganze löste dann ganz nebenbei auch eine Debatte über Stil und Komfort unter den Zalando-Facebook-Fans aus und wurde fast 3.000 mal geliket.
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