written by
Lukas Fassbender
Marketing
2019-03-19

Programmatic Advertising: Der Einsteiger-Guide für Start-ups

Programmatic Advertising: Der Einsteiger-Guide für Start-ups

Mit Programmatic Advertising können Werbetreibende die Performance ihrer Kampagnen maximieren. Die folgenden drei Tipps zeigen, wie Start-ups das Potenzial der Technologie voll ausschöpfen und damit größtmögliche Erfolge erzielen.

Programmatic Advertising beschreibt den automatisierten, individualisierten Ein- und Verkauf von Werbeflächen. Diese Technologie hilft Unternehmen, die den Erfolg ihrer Kampagne nicht dem Zufall überlassen wollen. Nicht nur für junge Unternehmen ist es wichtig, ein unverwechselbares Image zu etablieren, um am Markt erfolgreich zu sein. Mithilfe der Programmatic-Technologie kontrollieren Werbetreibende wie, wo und wem ihre Kampagne angezeigt wird. Ob on- oder offline, Programmatic Advertising erreicht die Zielgruppe nachweisbar und misst gleichzeitig den Erfolg.

1. Aufbau von Fachwissen im Unternehmen

Programmatic Advertising ist eine Technologie, die datengetrieben ist und auf modernste Tools setzt. Aufgrund der hohen Komplexität der Technologie ist es für Marken wichtig, deren Funktionsweise zu verstehen, um maximale Erfolge zu erzielen. Unternehmen, die erstmals Programmatic Advertising einsetzen, sollten in Betracht ziehen, einen Experten einzustellen, der ihr eigenes Marketing-Team verstärkt. Alternativ gibt es eine Vielzahl von Workshops, die dem Team Fachwissen über die Technologie an die Hand geben. Zu Beginn empfiehlt es sich, eine Performance Marketing Agentur zu beauftragen. Unternehmen profitieren enorm von deren Fachwissen über Tools und aktuelle Technologien.

Transparenz ist die Grundlage einer erfolgreichen Werbepartnerschaft, nicht nur im Adtech-Bereich – ob es sich um die Wahl der Instrumente zur Messung des Kampagnenerfolgs, die Kostenaufstellung, die Methoden zur Steuerung der Kampagne oder einfach nur die tägliche Kommunikation handelt.

2. Die eigene Zielgruppe kennen

Für Start-ups ist es besonders wichtig, ein positives Markenbild in den Augen der potenziellen Kunden aufzubauen. Um dieses Image zu etablieren, muss man so viel wie möglich über seine eigene Zielgruppe wissen. Nur so stellt man sicher, richtig mit ihr zu kommunizieren. Im programmatischen Kontext heißt das: Unternehmen müssen ihre Zielgruppen über den richtigen Kanal zur richtigen Zeit mit dem richtigen Produkt im richtigen Werbeformat erreichen.

Häufig haben Start-ups Schwierigkeiten, die erforderliche Datenmenge zu sammeln, um ihre Nutzer wirklich zu verstehen. Hier bieten vertrauenswürdige Datenpartner eine Lösung: ein Unternehmen kann seine eigenen First-Party-Daten mit denen von Drittanbietern, beispielsweise über eine Data Management Plattform (DMP) ergänzen.

3. Eine kanalübergreifende Storyline mit ansprechender Botschaft

Werbetreibende sollten eine konsistente Storyline und Botschaft für ihre Kampagnen entwickeln, die die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe auf sich zieht. Kreativität und ein profundes Wissen über die Interessen und Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden sind die Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Kampagnen, die im Gedächtnis bleiben.

Nehmen wir eine Internet-Retail-Marke als Beispiel : Deren Ziel war es, Kampagnen zu entwickeln, um das Branding und die Sichtbarkeit über mehrere Kanäle und Geräte hinweg zu verbessern. Eine Multichannel-Strategie garantierte die höchste Sichtbarkeit. Im Fokus der Kampagne stand ein Produkt, das gleichzeitig über Audio-, Display- und Videokanäle beworben wurde. Die Strategie beinhaltete eine Mischung aus verhaltensorientiertem und kontextuellem Targeting. Um die Zielgruppe bestmöglich anzusprechen, wurden sowohl eigene First-Party-Daten als auch die kontextbezogenen Daten einer DMP verwendet. Das Ziel der Retail-Marke, eine Sichtbarkeit von 70 Prozent über die verschiedenen Kampagnen hinweg aufrechtzuerhalten, konnte mit der Multichannel-Strategie erreicht werden. Die besten Anzeigen erzielten sogar eine Sichtbarkeitsrate von 96 Prozent.

Um Zeit für die Kreation komplexer Kampagnen zu haben, sollten Unternehmen Tools einsetzen, die ihren Arbeitsalltag erleichtern. Diese übernehmen beispielsweise die Datenanalyse und sparen den Mediaplanern so viel Zeit. In den kommenden Jahren werden Tools, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, noch intelligenter werden. Doch was die KI nicht kann, ist kreatives Denken – zumindest nicht in dem Maße, wie es der Mensch beherrscht. Um also Werbung auf das nächste Level zu heben, müssen Mensch und Maschine zusammenarbeiten.

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