written by
Mario Fürst
Marketing
2017-02-24

„Allein im Januar haben wir online so viel Umsatz verzeichnet, wie im ganzen letzten Jahr“ – Kloster Kitchen über die Bedeutung von Word-of-Mouth und wie TV-Werbung den Durchbruch brachte

„Allein im Januar haben wir online so viel Umsatz verzeichnet, wie im ganzen letzten Jahr“ – Kloster Kitchen über die Bedeutung von Word-of-Mouth und wie TV-Werbung den Durchbruch brachte

2014 entdeckt Mario Fürst auf einem Markt in Kärnten einen nach alten Klosterrezepten hergestellten Ingwertrunk. Er brachte 12 Flaschen mit nach Hause, erhielt überwältigende Resonanz auf das Getränk und wusste: „Das ist eine Idee, die ich weiterverfolgen muss“. Also gründete er gemeinsam mit der Familie Wasa Ende 2014 eine GmbH und produziert und vertreibt seitdem IngwerTRINK von Kloster Kitchen – von Beginn an in vier europäischen Ländern. Wie der erste TV-Spot sie in eine neue Liga katapultierte und weshalb der Erfolg auch die Suche nach neuem Wachstumskapital mit sich bringt, erklärt er uns im Interview.

Wie kamst du zum IngwerTRINK?

Im Herbst 2014 war ich im Urlaub am Wörthersee in Österreich und habe hier auf dem Benediktinermarkt in Klagenfurt das erste Mal den IngwerTRINK gekostet. Ich war sofort begeistert und habe direkt gemerkt, hier passiert gerade etwas mit mir. Also habe ich mir 12 Flaschen nach Hause bestellt und diese mit meinen Bekannten zusammen bei allen möglichen Gelegenheiten getrunken. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich 70 Bestellungen von Familie und Freunden, die alle Nachschub haben wollten.

 

Wie ging es dann weiter, warum habt ihr Kloster Kitchen gegründet?

Als ich die hohe Nachfrage allein in meinem Bekanntenkreis sah, war klar: Hier haben wir was entdeckt, das könnte was werden. Also habe ich den Kontakt zur Familie Wasa gesucht und wir hatten sofort einen guten Draht zueinander. Wir sind die Details und Möglichkeiten durchgegangen und haben bereits im Dezember 2014 die Kloster Kitchen Öko Fairtrade GmbH gegründet. Das Jahr 2015 haben wir vor allem dazu genutzt, die Rezeptur zu skalieren und das Produkt aufzusetzen. Vor allem der innovative Herstellungs- und Abfüllprozess unserer Ingwer-Vitalstückchen war eine Herausforderung. Der aktive Verkauf startete dann im Februar 2016.

 

Wie sah eure Marketingstrategie zu Beginn aus?

Unser Marketingbudget lag zu Beginn bei null Euro. Also haben wir uns gedacht, wir bringen das Produkt genau so an den Mann und an die Frau, wie ich und mein Freundeskreis darauf aufmerksam geworden sind: durch Verkostungen und Mund-zu-Mund-Propaganda. Im ersten halben Jahr haben wir so über 200 Verkostungen auf Messen, Märkten und bei Händlern veranstaltet. Unser Ziel war es, Vertrauen für die Dachmarke Kloster Kitchen zu schaffen und den Kunden die Vorzüge des Produktes am eigenen Leib erfahren zu lassen.

 

Wie ging es dann weiter?

Neben der Mund-zu-Mund-Propaganda waren der Aufbau eines vollwertigen Onlineshops und die Aufnahme in den Handel die nächsten wichtigen Schritte für uns. Deshalb haben wir unseren Fokus auf den aktiven Vertrieb gesetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch kein Werbebudget zur Verfügung, sondern haben unser Marketing auf die vertrieblichen Basics beschränkt. Es gab zum Beispiel immer wieder Überlegungen, auf Google Ad Words zu setzen oder andere Marketingkanäle zu nutzen, aber in dem Stadium, in dem wir uns damals mit Kloster Kitchen befanden, war ich nicht davon überzeugt, dass das die richtigen Maßnahmen für uns waren.

 

Woher kam dann die Idee zum TV-Spot?

Bei der Entscheidung für den TV-Spot habe ich auf mein Bauchgefühl gehört. Ich wusste, wenn wir das jetzt machen, bringt uns das auf die nächste Stufe. Und die ersten Ergebnisse geben uns Recht: Allein im Januar haben wir online so viel Umsatz gemacht, wie im ganzen letzten Jahr. Das ist der Wahnsinn!

 

Hat euch der Erfolg der Werbung überrascht?

Was uns vor allem überrascht hat, war das Markenvertrauen, das uns von den Zuschauern von Beginn an entgegengebracht wurde. Wir hatten damit gerechnet, dass die meisten Menschen, die den Spot sehen, erst mal eine Flasche zum Probieren bestellen würden – schließlich kostet eine Flasche knapp 10€. Dem war aber nicht so: Die überwältigende Mehrheit bestellte sofort unsere 3er- oder 6er-Packs. Das bestätigt uns darin, dass wir durch den Ton des Werbespots und unserer Webseite genug Vertrauen in die Einzigartigkeit unseres IngwerTRINKs beim Kunden aufgebaut haben.

 

Vor einem Jahr gab es euch nur in ausgesuchten Läden und bei vereinzelten Händlern – wie sieht die Lage mittlerweile aus?

Hier hat sich extrem viel getan. Wir sind mittlerweile im Lebensmitteleinzelhandel bei REWE und EDEKA gelistet. Auch andere Ketten wie Bio Basic, Karstadt Lebensmittel und viele kleinere Händler – vom Kräuterladen bis zum unabhängigen Supermarkt – haben IngwerTRINK im Sortiment. Auch durch den TV-Spot haben sich im Bezug auf neue Listungen viele Gespräche ergeben. Dabei halten wir an unserem bewährten Konzept der vergangenen Monate fest und bieten ergänzend zu unserem POS Display nach wie vor verstärkt Verkostungen im Markt an. Die Unterstützung des Handels ist ein zentrales Element unserer Marketingstrategie.

 

Wie sieht euer Plan für 2017 aus?

2017 haben wir auf jeden Fall noch jede Menge vor. Wir wollen zum einen unser Produkt weiter aufbauen und noch bekannter machen. Hierfür werden wir auf jeden Fall noch einen weiteren TV-Spot dieses Jahr schalten. Außerdem steht die Frage nach weiteren Märkten im Raum. Bisher sind wir in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien erhältlich. Anfragen kommen aber bereits aus Skandinavien und sogar schon aus Übersee, wie USA oder Kanada. Das macht uns natürlich stolz. Zusätzlich arbeiten wir im Hintergrund bereits an der Erweiterung unserer Produktpalette. Um all das umsetzen zu können, sind wir aktuell auch aktiv auf der Suche nach strategischen Partnern und Wachstumskapitalgebern.

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