written by
Katherine Diggory
Global Trends
2019-01-24

Die fünf wichtigsten UX-Trends für 2019

Die fünf wichtigsten UX-Trends für 2019

Das digitale Erlebnis ist Verbrauchern heute mindestens genauso wichtig wie der Preis oder das Produkt selbst. Nicht zuletzt deshalb befindet sich die gesamte UX-Branche gerade in einem rasanten Wandel. Wir präsentieren die Top 5 der wichtigsten User Experience-Trends 2019.

Vertrauensvorsprung

„Im Post-Facebook-Skandal-Zeitalter ist Datenschutz für Businesses jeder Größe zu einem der bedeutendsten Themen geworden. Gerade Unternehmen der Digitalwirtschaft müssen sehr sorgfältig darüber nachdenken, wie sie diesen in ihre UX integrieren“, sagt UX-Designer Neill Moore von der Kreativagentur RMA Consulting. Es sei zudem wichtig, Nutzern deutlich zu machen, wofür ihre Daten verwendet werden und transparent zu agieren. Gleichzeitig müssen Marken heute auch das einfache „Offboarden“ sicherstellen –  ein Begriff, der kürzlich von Joe MacLeod in seinem literarischen Ratgeber Ends geprägt wurde. Im Kern geht es dabei darum, Nutzern zu ermöglichen, sich von einem digitalen Produkt zu trennen. „Natürlich klingt es zunächst verrückt, von einem Digitalunternehmen zu verlangen, den Ausstieg aus den eigenen Services zu erleichtern. Aber auf lange Sicht beweisen Verantwortliche damit, dass sie besonders vorsichtig und respektvoll mit Userdaten umgehen“, so Moore weiter.

Barrieren abbauen

Gutes UX-Design im Jahr 2019 bedeutet auch, den Zugang zu einem digitalen Produkt so einfach wie möglich zu machen. „Das Thema Sprachsteuerung wird hier immer wichtiger“, prognostiziert Moore. Augmented Reality, eine Technologie, die zusätzliche Informationen aus digitalen Quellen im realen Raum abbildet, ist ein weiteres Zukunftsfeld. Gleichzeitig entlastet AR Nutzer auch kognitiv, indem es ihnen bestimmte Aufgaben abnimmt oder sie zumindest erleichtert – beispielsweise indem es dabei hilft, zu entscheiden, ob eine bestimmte Couch in das eigene Haus passt oder wie ein neuer Haarschnitt aussieht. Ebenfalls von entscheidender Bedeutung ist die sogenannte „Discoverability“. Im Mittelpunkt steht hier die Frage, ob ein Produkt auf allen relevanten Plattformen verfügbar ist. Es gilt: Ist die User Experience gut, muss ein Nutzer nie lange suchen.

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Quelle: www.moneyinc.com

Grenzenlose Erlebnisse schaffen

Im vergangenen Jahr hieß das vorherrschende Credo noch „Mobile First“. 2019, da die Anzahl der Geräte weiter wächst, geht es darum, Erlebnisse über verschiedene Devices hinweg zu schaffen. Für Marken bedeutet das, eine reibungslose Customer Journey zu schaffen – ganz egal, auf welchem Gerät der Nutzer unterwegs ist. Ein gutes Beispiel, wie so etwas in der Praxis aussehen kann, ist Uber. Der digitale Taxi-Konkurrent aus den USA ermöglicht Reisenden, ihren Trip auf dem Gerät ihrer Wahl einfach via Sprachbefehl zu starten und auf dem Smartphone abzuschließen. Das Besondere: Uber steht dem Nutzer so die ganze Reise über zur Seite.  

Digitale Wellness

Jedes junge Start-up strebt danach, Produkte zu entwickeln, die es schaffen, Nutzer möglichst langfristig zu binden. Doch haben die meisten Marken mittlerweile verstanden, dass es weniger darum geht, besonders viel Zeit ihrer Nutzer in Anspruch zu nehmen, sondern das Beste aus dieser Zeit zu machen.

Schon kleine Service-Erweiterungen können Großes bewirken: So benachrichtigt Google beispielsweise, wenn Gmail-Nutzer das Öffnen von E-Mails aus bestimmten Mailinglisten einstellen und bietet an, diese automatisch abzubestellen. Whatsapp hat zum Beispiel jede Art von User Interface aus der eigenen App entfernt. Mit einem schlichten Schwarz-Weiß-Design hilft der Messenger Nutzern dabei, sich besser auf anstehende Aufgaben zu konzentrieren. Moore bringt diese Strategie in einem Satz auf den Punkt: „Content ist King und alles andere lenkt nur ab“.

Kundenservice 2.0

Weil das Thema User Experience für Marken immer wichtiger wird, gewinnen UX-Designer zunehmend an Bedeutung. Ein gutes Beispiel dafür ist der Kundenservice: Nutzer erwarten so schnell wie möglich eine Antwort auf ihre Frage oder eine Lösung ihres Problems, aber hohe Personalkosten für einen Telefon-Support sind für viele junge Unternehmen schlicht nicht zu stemmen. UX-Designer denken in diesem Kontext zunehmend darüber nach, wie dem Nutzer auch ohne persönlichen Kontakt weitergeholfen werden kann, ohne dass er sich vom Unternehmen allein gelassen fühlt. Abhilfe schaffen können hier zum Beispiel erklärender Bewegtbild-Content oder ein automatisierter Assistent.

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Quelle: medium.com
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