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SevenVentures
Social Media
2020-04-06

Die Macht der Meinung: So werden Führungskräfte zu LinkedIn-Leadern

Die Macht der Meinung: So werden Führungskräfte zu LinkedIn-Leadern

LinkedIn könnte das Facebook der 2020er werden: DieBusiness Plattform legt seit Jahren einen steilen Wachstumskurs hin und verzeichnet aktuell rund 660 Millionen Mitglieder weltweit. Während in Deutschland Xing zahlenmäßig (noch) die Nase vorn hat, hat LinkedIn einen klaren Vorteil: Es ermöglicht den dort aktiven Führungskräften – und das sind immerhin 80 Prozent der Mitglieder – einen internationalen Austausch. Wir geben Tipps, wie man sich auf LinkedIn Gehör verschafft.

# Tipp 1: Zeigen Sie Ihre Expertise

Sie haben Ihre Ziele und Zielgruppe definiert und sich entschieden, welche Tonalität Sie anschlagen wollen? Sehr gut: jetzt besteht der nächste Schritt darin, klar herauszuarbeiten, für welche Themen Sie sich positionieren möchten und können. An oberster Stelle sollte stehen, einen echten Mehrwert für Ihr Netzwerk zu generieren – und das gelingt am ehesten durch eine klare und eindeutige Darstellung Ihrer Expertise.  Bei der Auswahl der Themen macht es Sinn, sich auf die Kerninhalte Ihres Business zu konzentrieren. Aus Ihrem Arbeitsalltaglassen sich hilfreiche Erfahrungswerte, kontroverse Diskussionsgrundlagen oder starke Meinungen ableiten, die eine Basis für relevanten und authentischen Content liefern.

Schaut man sich einmal die erfolgreichsten LinkedIn-Influencer des Jahres 2019 an, so haben diese eines gemeinsam: Sie alle konzentrieren sich ganz klar auf die Themen, die ihnen tagein, tagaus begegnen. So spricht Investor Frank Thelen über die Technologieszene und Unternehmenswachstum, Ex-Fußballer und Mannschaftskapitän Philipp Lahm teilt Tipps zu Führungskultur und Team-Entwicklung und Sabine Jeschke, Vorstand Digitalisierung und Technik bei der Deutschen Bahn, veröffentlicht ihre Ansichten zu Themen wie Chatbots oder Künstlicher Intelligenz.

Quelle: LinkedIn

#Tipp 2: Wählen Sie die richtige Contentform

Wer einmal weiß, welche Themen auf der eigenen LinkedIn-Seite eine Bühne finden sollen, muss sich als nächstes für die Form der Vermittlung entscheiden. Denn LinkedIn wird längst nicht mehr nur durch bloße Postings dominiert. Ganz im Gegenteil, die Plattform hat mittlerweile eine Vielzahl von Tools entwickelt, um Inhalte bestmöglich zu präsentieren:

  • Artikel, das bekannteste Tool auf LinkedIn, eignen sich besonders dafür, Informationen in der Tiefe aufzuarbeiten oder kontrastierende Meinungen zu erörtern. So kann ein Text als gedanklicher Impuls für eine Debatte fungieren oder zu einem externen Content-Instrument wie zum Beispiel einer Podcast-Folge überleiten.
  • Seit einiger Zeit ermöglicht LinkedIn es ausgewählten Personen, ihr Netzwerk via Newsletter auf dem Laufenden zu halten. Allerdings ist dieses Instrument nur auf Einladung verfügbar und LinkedIn akzeptiert aktuell keine weiteren Bewerbungen dafür. Es lohnt sich dennoch, hier auf die nächste Chance zu achten.
  • Sie verfügen über exklusive Zahlen, beispielsweise zur Nutzung Ihrer Produkte oder spannende Marktforschungs-Erkenntnisse? In diesem Fall lohnt es sich, eine Infografik zu erstellen. Mit dieser können Sie Ihrem Netzwerk kurz und kompakt handfeste Fakten mitgeben, die im besten Fall zitierfähig in Gesprächen und Medien sind.
  • Besonders spannend ist auch die neue LinkedIn-Live-Funktion, die sich aktuell in der Beta-Phase befindet: Für diese können sich seit einiger Zeit Thought Leader bewerben, die ein bestimmtes Thema ausführlich erörtern möchten. Tilo Bonow, CEO der PR-Agentur PIABO nutzt das Tool beispielsweise, um führende Köpfe der Digitalwirtschaft zu verschiedenen Technologietrends zu interviewen. Während der Livestream läuft, können Zuschauer in Echtzeit ihre Fragen an die Gäste stellen. Gerade in der Corona-Krise ist dies eine ernstzunehmende Alternative zu Präsenzveranstaltungen.
  • LinkedIn-Stories ist ebenfalls ein brandaktueller Coup des Unternehmens: Zwar befindet sich das Tool aktuell noch in der internen Testphase. Kommt es jedoch auf den Markt, so bietet es Nutzern die Möglichkeit, ihren Followern noch persönlichere Einblicke in ihren Arbeitsalltag zu bieten und in komprimierter Form beispielsweise Key Learnings von einer Veranstaltung zu teilen.

#Tipp 3: Betreiben Sie aktiv Meinungsbildung & befördern Sie Debatten

Wenn wir noch einmal auf die erfolgreichsten Stimmen der deutschen LinkedIn-Community schauen wird deutlich: Hier hält keiner seine persönlichen Meinungen zurück. LinkedIn ermöglicht zwar das objektive Teilen von externen Artikeln und Infos. Echte Stärke entfaltet das Netzwerk jedoch für diejenigen, die sich mit klaren Meinungen und Standpunkten hervortun.

Quelle: LinkedIn

Hierfür bietet die Plattform mittlerweile eine Reihe von Tools und Kanälen. Die Veröffentlichung von Artikeln sollte heutzutage zum Standard-Repertoire jedes LinkedIn-Influencers gehören. Diese müssen nicht einmal lang sein – wichtiger ist, dass sie pointiert eine bestimmte Aussage vermitteln. Bei LinkedIn darf man Ecken und Kanten zeigen – das ist authentisch und befeuert Diskussionen.. Gleichzeitig rufen starke Positionen auch mehr Reaktionen hervor und verhelfen so wiederum zu mehr Interaktion und Reichweite für Ihre Inhalte.

Über die eigenen Kanäle hinaus sollte man zudem nicht vergessen, dass es auch lohnt, sich in aktuelle Debatten einzuschalten. Mit prägnanten Kommentaren kann man die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen, die in einem ähnlichen Interessensgebiet unterwegs sind und seine Followerschaft so unter Umständen erweitern. Wird man nicht von alleine auf solche reichweitenstarken Threads aufmerksam, informiert LinkedIn per Alert über neue Beiträge zu bestimmten Hashtags, die man vorab einstellen kann. Und generell gilt auch bei diesem Thema der Netzwerk-Gedanke: Folgen Sie Menschen, die für Sie interessante Inhalte teilen und kommunizieren Sie aktiv und öffentlich mit ihnen, wenn Sie einen Mehrwert liefern können, um Ihren Expertenstatus auszubauen.

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