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SevenVentures
Marketing
2018-03-26

Raus auf die Straße: 3 kreative Out-of-Home-Kampagnen, von denen Startups etwas lernen können

Raus auf die Straße: 3 kreative Out-of-Home-Kampagnen, von denen Startups etwas lernen können

Out-of-Home ist so beliebt wie nie: Satte 2,23 Milliarden Euro gaben deutsche Marketingverantwortliche laut Nielsen im vergangenen Jahr für Außenwerbung aus. Ein Zuwachs von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber welche Marken haben Out-of-Home eigentlich richtig gut verstanden? Wir stellen drei Best-Practice-Kampagnen vor und erklären, was sich insbesondere junge Wachstumsunternehmen davon abschauen können.

1.      ABC macht New Yorker U-Bahn zu Roseannes Wohnzimmer

 

Was war die Idee? Um für das Revival der beliebten Comedy-Serie Roseanne zu trommeln, lies sich der TV-Sender aus den USA etwas ganz besonderes einfallen: So wurde gleich ein ganzer Zug der New Yorker U-Bahn in das beliebte Wohnzimmer der Conner-Familie verwandelt – die Sitze erinnern an die ikonische Couch, an den Wänden finden sich aktuelle Fotos des Casts sowie weitere Details wie der Familienkamin.

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Quelle: ABC

 

Doch damit nicht genug: Zeitgleich wurden auch diverse Bushaltestellen in New York, Chicago und Los Angeles im Roseanne-Stil umdekoriert, während ABC im Zuge des kürzlich zu Ende gegangenen Digital-Festival SXSW in Austin sogar einen Teil des Sets nachbauen lies. So konnten sich Fans zum Beispiel mit Sandwiches in der Landford Lunchbox (ein aus der Serie bekanntes Schnellrestaurant) versorgen, während verschiedene Cast-Mitglieder vor Ort Autogramme gaben.

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Quelle: ABC

Was können sich Startups abgucken? Zugegeben: Um Aktionen in dieser Größenordnung umsetzen zu können, sind wohl Marketing-Budgets in sechsstelliger Höhe von Nöten. Allerdings können sich Jungunternehmen durchaus etwas von dem Gedanken dahinter abgucken: So erinnert ABC mit dem gezielten Platzieren von Erinnerungsstücken des ikonischen Serien-Sets mit ein wenig Nostalgie Fans von früher an die Anfänge des Comedy-Formats, macht das Ganze gleichzeitig aber auch für potentielle junge Zuschauer erlebbar. Das liegt vor allem an einer gelungenen Mischung aus Out-of-Home- und Experiential Marketing-Elementen. Abgucken erwünscht!

 

 

2.      Londoner Initiative nutzt Hype um Oscar-Film

 

Was war die Idee? Im vergangenen Jahr brannte derGrenfell Tower im Herzen der britischen Hauptstadt nieder, 71 Menschen starben. Seitdem ermittelt Scotland Yard gegen Bezirksrat und Wohnungsgesellschaft wegen fahrlässiger Tötung. Bislang ohne Erfolg. Die lokale Initiative „Justice 4 Grenfell“ wollte medienwirksam daran erinnern und bedienten sich dafür an dem Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Ähnlich wie die Protagonistin im Hollywood-Streifen nutzen die Aktivisten drei simple rote Plakatwände, auf denen „71 dead. And still no arrests? How come?“ zu lesen war.

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Quelle: Justice 4 Grenfell

 

Was können sich Startups abgucken? Mittlerweile wurde die Aktion bereits mehrfach kopiert – und hat damit natürlich zwangsläufig an Durchschlagskraft verloren. Allerdings zeigt das Beispiel der Londoner, dass es durchaus keiner großen Mittel bedarf, um mit intelligenten Out-of-Home-Maßnahmen zu punkten. 

 

3.      Spotify nutzt eigene Daten für lustige Plakat-Aktion

 

Was war die Idee? Der Musik-Streaming-Anbieter setzte Ende 2017 – wie auch schon in den Jahren zuvor – mit Blick auf den Jahreswechsel unter der Überschrift „2018 Goals“ ganz auf lustige Highlights aus seinem großen Portfolio an Nutzerdaten. Ein Beispiel: Eines der Plakate zeigte das Konterfei des britischen Sängers Ed Sheeran, daneben der Hinweis „Zeige so viel Liebe wie die Person, die 48 Ed Sheeran-Songs auf die Playlist „I Love Gingers“ gesetzt hat.“ Darunter die Informationen, dass „Shape of You“ von Ed Sheeran der meistgestreamte Song aller Zeiten ist.

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Quellee: Spotify

 

Was können sich Startups abgucken? Das größte Learning dieser Kampagne: Marken sollten mit den Mitteln arbeiten, die ihnen zur Verfügung stehen. Im Fall von Spotify ist das eben der große Schatz an interessanten Nutzerdaten. Und auch für andere Startups macht es Sinn, die eigenen Ressourcen entsprechend zu nutzen. Doch Vorsicht: So wichtig es auch ist, mit kreativen Kampagnen in der Öffentlichkeit aufzufallen, sollte das Thema Datenschutz unbedingt mitgedacht werden – gerade wenn es um die Nutzung von Kundendaten geht.

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