written by
Sahar Nikou
Social Media
2018-11-22

Sechs Tipps für eine effektive Positionierung auf LinkedIn

Sechs Tipps für eine effektive Positionierung auf LinkedIn

In den letzten Jahren hat sich LinkedIn nicht nur zu einem wichtigen Kommunikationskanal für Geschäftsleute entwickelt, sondern avancierte auch zu einem unverzichtbaren Werkzeug für das eigene Personal Branding. Eine effektive Positionierung als „Thought Leader“ kann dabei ein Schlüssel zum Erfolg sein. Hier sind unsere sechs wichtigsten Tipps.

1. Eigene LinkedIn-Ziele definieren – Denken Sie nicht, dass Sie auf LinkedIn sein müssen, nur weil alle anderen es auch sind. Denken Sie darüber nach, was Sie mit LinkedIn erreichen wollen. Möchten Sie Ihr Netzwerk aufbauen? Wollen Sie Ihr Unternehmen und sich selbst als Experten für ein bestimmtes Thema etablieren? Wenn ja, denken Sie an die Art von Themen, für die Sie brennen (mindestens eines und nicht mehr als drei). Hervorragende Beispiele sind Douglas-CEO Tina Müller, die auf LinkedIn über Leadership spricht, oder die WirtschaftsWoche-Verlegerin Miriam Meckel, die sich hier über digitale Politik, künstliche Intelligenz und Frauen in der Wirtschaft äußert. Positionieren Sie sich als Experte, indem Sie sich vorher informieren, was von Wissenschaftlern über Ihre Themen geschrieben wurde, was derzeit der aktuelle Stand der Technik ist und welche (berechtigte) Kritik es gibt.

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Quelle: https://www.linkedin.com/in/meckel/

2. Die eigene LinkedIn-Zielgruppe kennen – Mit wem sind Sie verbunden und wen wollen Sie erreichen? Die Massen, die Experten, Ihr Firmennetzwerk? Sollten Sie positive Reaktionen von Externen, jedoch kritische Anmerkungen aus dem eigenen Unternehmen erhalten, versuchen Sie die Gründe dafür nachzuvollziehen. Der Chef, der Bilder aus der First Class Lounge postet und gleichzeitig die Ausgaben für seine Mitarbeiter senkt, könnte beispielsweise auf Gegenreaktionen stoßen. Ein zufriedenes Team wird Ihre Beiträge gern teilen. Mehr als bei jedem anderen sozialen Netzwerk gilt es bei LinkedIn, vor Veröffentlichung alle Aspekte des Publikums zu berücksichtigen.

3. Den eigenen LinkedIn Stil definieren – Überlegen Sie, welche Tonalität zu Ihnen passt. Sein Sie authentisch, anstatt verkrampft zu kommunizieren oder gar ein "Original" sein zu wollen. Siemens CEO Joe Kaeser hatte vor der sogenannten "Khashoggi-Krise" (dem Tod von Jamal Khashoggi) geplant, an der Future Investment Initiative Conference (FII) in Riad teilzunehmen. Sein Artikel ist ein authentisches Beispiel dafür, wie man seine Rolle als CEO managt und gleichzeitig eine (politische) Haltung einnimmt:

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Quelle: https://www.linkedin.com/in/joe-kaeser/

4. Relevante Medien für LinkedIn definieren – Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Beitrag, einen Artikel oder ein Video? Ein LinkedIn-Beitrag ist bestenfalls eine kurze, prägnante Reaktion oder ein Update, das nicht mehr als drei Botschaften enthalten sollte. Wenn Sie der Meinung sind, dass das Thema es wert ist, erweitert zu werden, dann sollten Sie einen Artikel dazu verfassen. Persönliche Videos sind relativ neu bei LinkedIn, sind aber auch hier ein äußerst beliebtes Medium und geben den Followern das Gefühl, direkt angesprochen zu werden. Ein gutes Beispiel hierfür zeigt Max Wittrock, Mitgründer von mymuesli, mit seinem Video zur Weihnachtskampagne des Start-ups.

5. Einen LinkedIn-Redaktionsplan aufstellen – Starten Sie Ihr brandneues Image auf LinkedIn mit einem Knall. Vielleicht sprechen Sie bei einer branchenweiten Veranstaltung oder bei der Einführung eines neuen Produkts? Denken Sie darüber nach, wann es Sinn macht, mit dem neuen LinkedIn-Auftritt zu beginnen. Wie wollen Sie Ihr Publikum darüber informieren, dass Sie beginnen? (Ja, zwei Follower sind auch ein Publikum) Erwägen Sie zu Beginn einen realistischen Zeitplan für die Veröffentlichung von Inhalten. LinkedIn ist nicht so schnell wie Twitter und der Schlüssel liegt viel mehr in der Qualität als in der Quantität.

6. Seien Sie ein LinkedIn-Vorbild – Emotionen und Leidenschaft sind in gewissem Maße auch auf LinkedIn willkommen, aber um echten Einfluss auf ein bestimmtes Thema zu haben, nehmen Sie sich Zeit und überdenken Sie ihre Strategie gut. Denken Sie darüber nach, wie Sie mit Kommentaren umgehen wollen - einige davon möchten Sie vielleicht direkt selbst beantworten, andere eventuell Ihrem Kommunikationsteam überlassen.

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