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SevenVentures
Marketing
2019-02-13

Super Bowl 2019: 3 Learnings für das Marketing von Start-ups

Super Bowl 2019: 3 Learnings für das Marketing von Start-ups

Der Super Bowl ist das US-amerikanische Sportereignis des Jahres. Doch neben allem Football-Hype stehen seit jeher auch die zahlreichen Werbespots und Marketingaktionen im Umfeld des Megaevents im Scheinwerferlicht. Wir stellen drei spannende Kampagnen aus diesem Jahr vor und erklären, was Start-ups sich abschauen können

1. Große Aufmerksamkeit für Kampagne nutzen

Bereits vor dem Football-Event des Jahres machte ein Ei von sich reden: Auf Instagram löste im Januar das schlichte Bild eines Hühnereies ein Posting des bekannten Influencer-Sternchens Kylie Jenner als meistgeliktes Foto auf der Bilderplattform ab. Äußerst geschickt nutzte Initiator Chris Godfrey, ein 29-Jähriger Werber aus London, nun den Super Bowl, um die dahinterliegende Botschaft zu enthüllen.

Das Konzept: Anknüpfend an den Ursprungspost, tauchten auf Instagram weitere Bilder des Eies auf. Diesmal zeigte die Schale erste Risse. Kurz vor dem Super Bowl wurde dann ein Bild veröffentlicht, das das berühmte Ei mit Football-üblicher Naht zeigt, darunter der Text: „Nach dem Super Bowl am Sonntag wird alles enthüllt“ sowie ein Hinweis auf den Videodienst Hulu. Das Streaming-Portal zeigte dann nach der Übertragung einen kurzen Werbespot, in dem klar wird: Dem Initiator geht es um das Thema mentale Gesundheit. Im Spot platzt die Schale des Eies auf und ein Schriftzug erscheint: „Der Druck der sozialen Medien hat mich erwischt. Wenn du auch zu kämpfen hast, sprich mit jemanden. Wir schaffen das gemeinsam.“

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Das können sich Start-ups abgucken: Besonders clever ist, wie Godfrey die Aufmerksamkeit des sportlichen Mega-Events für seinen bzw. den guten Zweck zu nutzen versteht. Sowohl der Football-Post als auch das Video, das anschließend auf Instagram geteilt wurde, erhielten jeweils fast 6 Millionen Likes. Das Beispiel zeigt, wie es gelingen kann, mit einer klugen Social-Media-Strategie kommunikativ große Wellen zu schlagen.

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2. Eine gute Kampagne muss nicht Millionen kosten

Dass eine gelungene Kampagne kein riesiges Loch in den Budgettopf von Marketingverantwortlichen fressen muss, bewies in diesem Jahr Skittles. Statt sich für mehrere Millionen US-Dollar in das Werbeumfeld des Super Bowls einzukaufen, setzte die Kaubonbon-Marke auf viel Kreativität.

Das Konzept: Skittles inszenierte ein Anti-Werbe-Musical als einmalige Broadway-Show, ganz ohne Live-Übertragung ins Internet. Für das Mehr an Aufmerksamkeit sorgte der aus der Serie Dexter bekannte US-Schauspieler Michael C. Hall, der – das wurde in einem Teaser-Video offenbart – die Hauptrolle in dem Musical übernahm. Das Besondere: Für die Show wurden tatsächlich Tickets und, wie hinterher bekannt wurde, auch Merchandising-Produkte im Vorraum des Theaters verkauft.

Das können sich Start-ups abgucken: Das Ganze ist insgesamt so wunderbar subversiv und strotzt nur so vor kreativen Ideen, dass es einfach Spaß macht. Auch wenn es sicherlich nicht jedes Start-up schafft, bekannte TV-Gesichter für ihre Kampagnen zu verpflichten, gilt: Manchmal schlägt die gewisse Extraportion Kreativität jedes noch so dicke Werber-Portemonnaie.

Michael C. Hall auf der Bühne im Skittles-Musical (Quelle: Skittles / Mars Wrigley)

3. Auf Crossover mit anderen Marken setzen

Die klassischen 30-Sekünder in der Halbzeit des Super Bowls sind vor allem TV-Spots, in der eine Marke ganz allein im Fokus steht. Nicht so bei der aktuellen TV-Werbe-Kooperation der Biermarke Bud Light und der erfolgreichen TV-Serie Game of Thrones.

Das Konzept: Die TV-Werbung zeigt ein Duell zwischen einem Ritter in Bud Light-Montur und einem bekannten Charakter aus der beliebten HBO-Show. Das Ganze findet in klassischer, mittelalterlicher Game of Thrones-Kulisse statt. Am Ende taucht sogar ein Drache auf. Zum Schluss werden das Startdatum der letzten Staffel der Serie sowie das Sender-Logo eingeblendet.

Das können sich Start-ups abgucken: Mit viel Witz und Augenzwinkern werden die beiden ungleichen Marken des Bierherstellers und der TV-Serie miteinander kombiniert. Die Aktion zeigt, dass auch ungewöhnliche Markenkooperationen funktionieren können. Ein weiteres Plus, das auch für Start-ups entscheidend sein kann: Am Ende können sich beide Marken die Kosten für den TV-Spot teilen.

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